Simone Fischer Rechtsanwältin
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Police Pilot und ProViDa

ProViDa ist eine Verkehrsüberwachungsanlage, die in ein Fahrzeug eingebaut werden kann und der Feststellung der Geschwindigkeit von Fahrzeugen durch Nachfahren oder durch Ermitteln der Fahrzeit für eine bestimmte vorher ausgemessende Wegstrecke dient.

Neben einer Videokamera, einem Monitor und einem Videorecorder umfasst die ProViDa-Anlage eine Kalibrierbox, den Police-Pilot und einen Video-Datengenerator.

 

Die Kalibrierbox erhält von einem Impulsgeber Informationen darüber, wie oft sich das Rad des Meßfahrzeuges dreht. Über die Kalibrierung wird festgelegt, welcher Wegstrecke die Drehung eines Rades des Meßfahrzeugs entspricht.

 

Hinweis: Weil aus der Umdrehungen des Rades des Meßfahrzeugs auf die zurückgelegte Wegstrecke geschlossen wird, ist es wichtig, das nach Reifenwechsel des Meßfahrzeugs, insbesondere dem Wechsel von Winter-auf Sommerreifen, einer Neu-Eichung des Messgerät erfolgt. Ist eine solche nicth erfolgt oder nicht mehr gültig, so sind die Messergebnisse angreifbar.

 

Der Police-Pilot Ist Bedienteil und Messrechner der Verkehrsüberwachungsanlage. Er ermöglicht die Messung der Zeit in 1/100 -Sekundenbereich, die Messung der Wegstrecke mit einer Genauigkeit von 0,3 m und daraus schließlich die Ermittlung der Durchschnittsgeschwindigkeit mit einer Genauigkeit von 0,01 km/h.

 

Hinweis: Eine Police-Pilot- Messung  ist eine ProViDa-Messung ohne Videoaufzeichnung.

 

Zu beachten ist, dass bei jeder Police-Pilot oder ProViDa-Messung durch Nachfahren zunächst nur die Geschwindigkeit des Meßfahrzeugs gemessen wird. Für Rückschlüsse auf die Geschwindigkeit des vorausfahrenden Fahrzeugs sind daher Abstandsbetrachtungen von ganz erheblicher Bedeutung.

 

Der Video-Datengenerator empfängt die Zeit- und Wegstreckendaten des Police-Pilot und ergänzt sie um Datums- und Zeitangaben. Zusätzlich wird die Geschwindigkeit des Meßfahrzeug Digital angezeigt.

 

Ist eine Videoanlage angeschlossen, so werden diese Daten in das Videosignal der Kamera eingespeist und auf dem Monitor angezeigt.

Die Aufzeichnung dieses Videosignals mit den eingespeisten Messdaten durch den Videorecorder dient als Beweismittel und sollte von ihrem Anwalt angefordert werden. 

Mit derProViDa-Anlage sind verschiedene Messmethoden möglich.

  • Die Geschwindigkeit wird aus der Messung der Zeit über eine feste Wegstrecke ermittelt (Police-Pilot-Modus "auto 1", Meßfahrzeug steht).
  • Geschwindigkeit wird bei gleich bleibenden Verfolgungsabstand über eine vorgegebene oder individuell bestimmte Messstrecke gemessen (Police-Pilot-Modus "auto2", Meßfahrzeug verfolgt).
  • Geschwindigkeit wird beim Verfolgen mit sich verändernden Verfolgungsabstand durch Fixpunktmessung bestimmt (Police-Pilot-Modus "MAN", Meßfahrzeug verfolgt).
  • Geschwindigkeit wird bei gleichbleibenden Verfolgungsabstand durch die Eigengeschwindigkeitsanzeige im Videobild ermittelt.
  • Geschwindigkeit wird nachträglich aus Aufzeichnungen ermittelt (Analog zu einer "auto 2"-  oder Fixpunktmessung)
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